Pfarrpatron, Baugeschichte, Besonderheiten...

Zahl der Katholiken: 893
Baugeschichte der Kirche
Um 1200 wurde eine romanische Kirche gebaut, die im 15. Jhd. um einen spätgotischen Altarraum mit Rippengewölbe erweitert wurde. In der Barockzeit wurde um 1700 eine Marienkapelle und Florianikapelle angebaut, sodass die Kirche eine Kreuzform im Grundriss erhielt. Besonders wertvoll ist der Freskenschmuck der Kirche und Sakristei. Die moderne Kunst wurde 1995 bei der Altarraumgestaltung in die Kirche integriert. Architekt Eitzinger schuf das Konzept des Altares in Form eines Quaders, bestehend aus übereinandergeschichteten Natursteinplatten und Acrylglasplatten. Ambo, Osterkerzenständer und Sessio folgen demselben gestalterischen Prinzip der Schichtung gegensätzlicher Materialien.
Beschreibung der Kirche
Kirchenschiff
Auf der linken Seite des Kirchenschiffes befindet sich ein Fresko mit der Darstellung Jesu im Tempel. Im unteren Anschluss an das Fresko wird auf die Bautätigkeit an der Kirche unter Pfarrer Martin Johann Vols hingewiesen (1701).
- Die 14 Kreuzwegbilder entstanden im 19. Jhd.
Der hochbarocke Hochaltar (1700-1725, unbekannte Künstler)
weist in der Mitte das Bild des hl. Georg auf; er ist der Patron der Kirche und der Pfarre. Außen sind zwei Statuen, links der hl. Vitus (in römischer Tracht mit einer Palme; links steht ein Kessel), rechts der hl. Matthäus oder Matthias (mit Buch und Feder).
Im Aufsatz ist die Marienkrönung im Wolkenstrahlenkranz zu sehen. Maria kniet in der Mitte. Rechts von ihr Jesus mit dem Kreuz, links Gottvater mit der Weltkugel und einem Zepter. Beide halten die Krone. Darüber die Taube als Symbol des Hl. Geistes
Das Deckengemälde des Kirchenschiffes stellt die Aufnahme Marias in den Himmel dar.
Der Kirchturm erhielt seine Form 1873, damals wurde der Zwiebelturm durch einen spitzen Giebelturm ersetzt.
An der Decke sind gotische Rippen aus der 2. Hälfte des 15. Jhdts. In den Freiflächen sind Fresken, die musizierende Engel zeigen.Oberhalb des Zugangs zur Kreuzkapelle (nordseitig) ist Jesus, der Gegeißelte mit dem Schilfrohr zu sehen
Die Kreuzkapelle
An der Decke ist im Fresko Gott-Vater mit dem Hl. Geist zu sehen; an der Westwand wird das Geburtsgeschehen zu Betlehem gezeigt.
Der Frauenaltar (Marienaltar)
- Das Zentrum des Altares ist eine spätgotische Madonna, die in der Barockzeit dem neuen Stil angepasst wurde.
Weiters: Bild des „hl. Josef“
Statuen: hl. Kunigunde und hl. Notburga; Statue an der Außenwand: Johannes und beim Zugang zur Seitenkapelle: Johannes Nepomuk.
Die Fresken an der Rückwand zeigen das bestürzte Staunen der Apostel am leeren Grab Mariens, wie Maria gerade in den Himmel aufgenommen wird.
Der Florianialtar
In der Mitte des Altaresam Ölbild ist der hl. Florian dargestellt. Im Aufsatz das Bild „Erzengel Michael“.
Statuen: links: hl. Erhard; rechts: hl. Augustinus. Statue an der Außenwand: Paulus. Statue beim Zugang zur Seitenkapelle: hl. Rupert.
Das Fresko an der Rückwand zeigt das Martyrium des hl. Florian, und an der Decke wird Florian von den Engeln in den Himmel emporgetragen.
Die Decke
Darstellung der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel.
Weiters: 4 Evangelisten
Weitere Büsten: Diözesanbischof Josef Schoiswohl und ihm gegenüber Papst Johannes XXIII.
Die Orgel
1815 erhielt die Orgelempore ihre heutige Gestalt. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1865.
Die Waldbacher Mariensäule
Der Künstler Augustin Schüti, der 1990 mit seiner Familie aus Albanien flüchten mußte, zeigt auf der Mariensäule einen Lebensweg des Christen, anhand biblischer Szenen, in mehreren Stufen.